Leicht

Warum „Mit Leichtigkeit“? Warum „Mit Leichtigkeit“?

Menschen leisten gerne, solange die Anforderungen den Ressourcen und Möglichkeiten entsprechen und es nicht zu Überforderung kommt. Die Anzahl der psychischen Erkrankungen ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Durch die Krisen steigt der Druck, Angst um den Arbeitsplatz und Sorge dem Geforderten nicht mehr Stand halten zu können. Stresserkrankungen wie Burnout kosten dem System nicht nur viel Geld, sie erhöhen das Risiko bei den gesunden MitarbeiterInnen. Eine aktuelle Europa-weite Studie zeigt, dass bereits 40 Prozent der Bevölkerung an psychischen Erkrankungen leiden. Dabei stehen an erster Stelle Depressionen, gefolgt von Angststörungen und Suchterkrankungen. Im Angesicht der steigenden Zahl von psychischen Erkrankungen sind innovative Ideen zur Prävention gefordert!

MÜHE-LOS: MÜHE-LOS:

Ziel ist keinesfalls ein Leben ohne Anstrengung, denn das würde unser Dasein bestimmt nicht glücklicher oder gesünder machen. Vielmehr geht es darum, mehr Leichtigkeit in unsere innere und äußere Arbeits-, Beziehungs- und Lebenswelt zu bringen, um dem Mühe-Los – den unerwünschten Nebenwirkungen unserer Leistungsgesellschaft – vorzubeugen.

Warum Primärprävention im Bereich der psychischen Gesundheit unbedingt notwendig ist? Lesen dazu Zahlen und Daten zur Entwicklung der psychischen Gesundheit in Österreich:

  • Psychische Beschwerden drastisch gestiegen! Insgesamt sind in den letzten Jahrzehnten die Krankenstandstage in Österreich zurückgegangen und kürzer geworden, doch die psychischen Beschwerden als Ursache für Krankenstände haben sich verdoppelt. 
  • Psychische Erkrankungen sind inzwischen die Hauptursache für Invalidität! Ein Drittel aller Pensions-Neuzugänge geht auf gesundheitliche Probleme zurück. 2010 gab es folgende Gründe für Neuzugänge der Invaliditätspension: Ursache psychische Erkrankung bei 8.500 Personen, Muskel-Skelett-Erkrankungen bei 6.500 Personen, Herz-Kreislauferkrankungen bei 1.200 Personen.
  • Die häufigsten Krankenstandstage 2010 gab es in Niederösterreich, es waren durchschnittlich 14,5 Fehltage pro ArbeitnehmerIn. Während 1980 um ein Viertel mehr Männer als Frauen im Krankenstand waren, so haben 2010 die Frauen die Männer sogar überholt. Die jungen ArbeitnehmerInnen haben viele und v.a. kurze Krankenstände. Ältere ArbeitnehmerInnen haben deutlich weniger Krankenstände, doch wenn es zum Krankenstand kommt, dauert dieser länger als bei den jüngeren. (Quelle: Fehlzeitenreport 2011, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung)